Verlorene Umsätze „nachholen“ mit längeren Ladenzeiten und Sonntagsöffnung?

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Willkomensgruß des City-Werberings in die EInkaufsstadt Unna. (Archivbild: Rundblick)
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Ein Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers sorgt seit gestern (29. 6.) für Diskussionen: Der CDU-Politiker sprach sich in einem Interview dafür aus, „bei bestimmten bürokratischen Anforderungen flexibler (zu) reagieren, um Unternehmen die Chance zu geben, ihre verlorenen Umsätze nachzuholen, etwa durch verlängerte Öffnungszeiten.“

Altmaier nannte etwa die Möglichkeit, abends länger zu öffnen oder die Läden verstärkt auch an Sonntagen aufzuschließen. Bisher sind die Händler in NRW an das hiesige Ladenschlussgesetz gebunden. Verkaufsoffene Sonntage müssen an ein publikumsstarkes Event gekoppelt sein, wie z. B. in Unna den Westfalenmarkt.

Aufgrund des jüngst verlängerten Verbots aller Großveranstaltungen in NRW bis mindestens Oktober dürfte es fraglich sein, ob in Unna ein regulärer verkaufsoffener Sonntag überhaupt noch bis zum Jahresende stattfinden dürfte. Der nächste ursprünglich planmäßige Einkaufssonntag, der auch noch im Programm des City-Werberings ausgewiesen ist, wäre der mit der Autoschau gekoppelte am 27. September.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier sprach sich (gegen die Linie der SPD, der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di  oder der Kirchen) für eine „Liberalisierung und Entbürokratisierung“ aus, wenn auch nur temporär. Den „Bedenkenträgern“ hielt er entgegen: Das Land werde den Aufschwung nach der Coronakrise nur schaffen, wenn „Ideologie beiseite“ gelegt werde.

 

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