„Was passiert ab Herbst in Schulen und Kitas?“ Eltern protestieren am Samstag erneut

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Klassenzimmer / Archivbild Rundblick Unna
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„Bildung statt Billigfleisch!“ Mit diesem markigen Motto ruft das Bündnis „Familien in der Krise“ für den kommenden Samstag, 4. 7., erneut zu bundesweiten Demonstrationen auf, darunter auch wieder in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Denn: „Was passiert im Herbst mit den Betreuungsangeboten oder gar dem hart erkämpften Präsenzunterricht an Schulen? Wird ein ,Hatschi´ zum Ausschlusskriterium von Kindern und somit Privataufgabe der Eltern?“

Daher, kündigt die NRW-Initiatorin Franziska Reiß an, „gehen wir am 4. Juli bundesweit auf die Straßen. Unter dem Motto Bildung statt Billigfleisch in Düsseldorf und parallel auch in Gütersloh, München, Frankfurt, Stuttgart und Berlin.“

Die Initiative fordert „durchdachte, strukturierte, kreative und realistische Pläne für KiTas und eine flächendeckende Digitalstrategie, die Präsenzunterricht begleitet. Ein kompletter Lockdown ist für unsere Kinder und für uns Eltern nicht mehr tragbar!“

Die Forderungen:

• Ein durchdachter, transparenter Plan für eine eventuelle 2. Infektionswelle. Insbesondere mit Blick auf den Kinderschutz und die Kinderrechte sowie fortlaufende Maßnahmen für Kinder mit Förderbedarf. Viele Fachgesellschaften warnen explizit vor den Schäden, die Kinder erleiden können.

• Mit uns und nicht über uns: Runde Tische mit Lehrern, Schulleitern, Eltern, Elternvertretungen, Experten für Kindergesundheit, Digitalisierungsexperten.

• Schulschließungen als Ultima Ratio: Dafür braucht es klare Konzepte, wie im Ernstfall OnlineUnterricht umgesetzt werden kann, damit Schüler wirklich einen Mehrwert erleben. Dazu gehört auch die sofortige Bereitstellung von digitalen Endgeräten für Schulen und Familien sowie verpflichtende Fortbildungen für Lehre. Denn Arbeitsblätter kopieren ist kein Unterricht!

• Flächendeckende Tests in Bildungseinrichtungen. Teilhabe von Kindern darf nicht zum Argumentationskampf zwischen Eltern und Erzieher/Lehrer führen. Es braucht realistische Vorgaben von der Politik und ausgereifte Teststrategien als Sicherheit! Wir fordern außerdem Qualitäts- und Fachkräfteoffensiven, die ihren Namen auch verdienen. Aktuell werden Fachkräfte verheizt, da es nicht genügend qualifiziertes Personal gibt. Diese Krise hat eindeutig gezeigt, dass es strukturelle Probleme gibt. Geht sie an!

• Und zuletzt: Wir erwarten von der Politik, dass sie alles daran setzt, unseren Kindern die beste Bildung zukommen zu lassen.

Denn: Kinder gehören in die Mitte der Gesellschaft, nicht an den Rand! Sie werden es sein, die all diese Konjunkturpakete später bezahlen müssen.“

Quelle: Pressemitteilung „Familien in der Krise“

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