FDP warnt: Unna verliert Hausärzte – vor allem in den Dörfern

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Arzt und Patient. (Symbolbild / Pixabay)
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Bereits in 4 Jahren wird Unna laut Prognose des Kreises rund 20 Hausärzte weniger haben als heute.

Eine beunruhigende Entwicklung,  der man gegensteuern muss, warnt die Unnaer FDP.

Denn die Mangelversorgung trifft schon jetzt zunehmend den ländlichen Raum. 

Die FDP-Fraktion bittet die Verwaltung dagrt, zeitnah Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen. Ziel soll sein, „dem Mangel an der hausärztlichen Versorgung insbesondere in den ländlichen Regionen der Kreisstadt wirksam zu begegnen“.

Diese Gespräche sollten im Einvernehmen mit der Unteren Gesundheitsbehörde (Kreis Unna) initiiert und geführt werden.

Als Begründung schreibt die FDP:

„Im Kreisgesundheitsprofil von 2014 wird vorausgesagt, dass wir bereits 2024 etwa 20 Hausärzte in Unna weniger haben werden. Insbesondere in den ländlichen Stadtteilen werden wir zunehmend Hausärzte verlieren.

Es sollte daher möglichst umgehend das Gespräch mit der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe geführt werden, weil hier nach § 75, 1, 1a SGB V ein gesetzlich festgeschriebener Sicherstellungsauftrag der regionalen vertragsärztlichen Versorgung besteht.“

Der Kreis Unna hat das Thema ebenfalls erkannt. Er bietet angehenden Medizinern ein Stipendium an: Mit 500 Euro im Monat unterstützt die Kreisverwaltung Studenten, um dem drohenden Ärztemangel rechtzeitig zu begegnen.

Im Gegenzug verpflichten sich die Studenten, nach dem Studium fünf Jahre im Kreis Unna zu arbeiten oder sich im Kreis Unna zum Facharzt weiterzubilden.

Die Chance auf ein Stipendium gibt es zunächst für drei Studierende für ein Jahr zum Beginn des Wintersemesters 2019/2020. Im zweiten Förderjahr sollen sechs Studierende, im dritten neun und im vierten zwölf die finanzielle Förderung erhalten.

500 Euro im Monat – und im Gegenzug (zunächst) Arzt/Ärztin im Kreis Unna werden

 

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