Hemmerde: Kitz angefahren und sterbend zurückgelassen

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Reh - Symbolfoto (Leserfoto/A. Lainka)
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Er – oder sie – überließ das Tier gefühllos seinem Schicksal.

In Unna-Hemmerde auf der Straße Auf dem Bröhl wurde am Dienstagmorgen ein junges Reh angefahren.  Der Fahrer oder die Fahrerin, berichtete eine betroffene und zornige Anwohnerin, kümmerte sich nicht um das schwer verletzte Tier.

„Er ließ das Kitz zum Sterben in der prallen Sonne liegen.“

Unfassbar gefühllos, regt sich die Hemmerderin auf. „Es kann passieren, aber dann haue ich nicht einfach ab, sondern kümmere mich darum!“

Sie wollte gerade die Polizei rufen, als ein großer Mähdrescher angefahren kam. Der Fahrer stellte sich ihr als Revierverantwortlicher vor.

Er erlöste das schwer verletzte Tier.

„Er bemerkte noch, das würde wohl öfter passieren: dass Leute Wild anfahren und dann weiterfahren“, berichtet die Anwohnerin. Für sie ist solche Gefühllosigkeit und Ignoranz schlimm und schlicht nicht nachvollziehbar.

Die Kreispolizei Unna warnte erst am Dienstag in einem Facebookeintrag vor der erhöhten momentanen Gefahr von Wildunfällen. Sie rät zu folgendem Verhalten:

„❗ Achtung, Wild kreuzt!

In den vergangenen Tagen haben wir besonders in den ländlichen Regionen des Kreises Unna einige Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung gezählt. So vermeiden Sie einen Zusammenstoß mit den Tieren:

👉 Die Tiere überqueren besonders in den Abend- und Morgenstunden Straßen in Waldabschnitten und an Feldrändern.

👉 Die Tiere können Ihre Geschwindigkeit nicht einschätzen. Es kann sein, dass das Tier ganz plötzlich auf die Straße springt.

👉 Entdecken Sie ein Tier am Straßenrand, drosseln Sie Ihre Geschwindigkeit. Schalten Sie das Fernlicht aus, um das Tier nicht zu blenden – denn dann bleibt es stehen. Drücken Sie auf die Hupe, das verscheucht das Tier oftmals.

👉 Wenn Sie trotzdem mit einem Tier zusammengestoßen sind, schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie Ihre Warnweste an, sichern Sie die Unfallstelle ab und rufen Sie die Polizei unter 110 – auch wenn das Tier verletzt die Flucht ergriffen hat. Fassen Sie das verletzte Tier nicht an, da es sich wehren könnte. Und warten Sie am Unfallort in sicherer Entfernung, bis die Polizei eintrifft.“

 

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