Von der Schweiz nach Iserlohn und weiter – Extrem-Angsthund irrt seit Wochen durch Deutschland

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  • UPDATE 22. 7. – eine Leserin meldete eine Sichtung in Dortmund-Eving am Friedhof Kemminghausen. Der Hund lief weiter in Richtung Wald. Kontakt zu dortigen Tierhilfen wurde hergestellt.

Woher er genau kommt, weiß niemand; vermutlich aus der Schweiz. Unter anderem wurde er im Allgäu gesichtet. Und fing an zu laufen.

Am Sonntag hatte er Unnas Nachbarkreis erreicht, wurde zweimal in Iserlohn gesehen. Er rannte weiter. Die Tierschützer, die ihn zu sichern versuchen, sind in riesiger Sorge. Denn dieser vierbeinige Vagabund, ein rehbraun gefleckter bretonischer Spaniel, wird als „extremer Angsthund“ beschrieben.

Er weicht sogar Blicken panisch aus, rennt kopflos  los, wenn Menschen nur ansatzweise de Versuch unternehmen, ihn einzufangen. Der Tierschutzverein Thannhausen in Bayern hat sich der Rettung des umherirrenden Tieres angenommen. Er versucht, dem Spaniel – der beachtliche Tagesstrecken zurücklegt – auf der Spur zu bleiben, bittet in den sozialen Medien weit gestreut um Sichtungshinweise.

Gesichtet wurde das extrem scheue Tier nun am gestrigen Sonntag, 19. 7.,  in Iserlohn. Zuerst in Sümmern, kurz darauf dann in Kalthof.

Etwas später nachmittags kamen Meldungen aus Dortmund-Sölderhölz, dass der Hund dort herumliefe. Gesichert und gerettet werden konnte der vagabundierende Spaniel weiterhin nicht.

Das erste Mal, weiß man beim Tierschutzverein Thannhausen, wurde der Hund in der Schweiz gesehen. Dann in Bad Grönenbach im Allgäu. Es gab dort keine Polizei, keinen Tierschutzverein, die sofort gehandelt hätten.

Dann fing der Hund an zu laufen.

„Und ganz viele Menschen meinten, sie müssten oder könnten ihn einfangen. Und dann lief er immer weg, sobald sich ein Mensch näherte. Und so ging es fortlaufend. Sobald eine Sichtung kan, war er schon wieder weg. Man darf sich ihm nicht nähern“, beschreibt der bayrische Tierschutzverein die Dimension des Problems. Dort herrscht ständiges Bangen, dass der panische Hund vor ein Auto läuft oder von einem Zug überfahren wird.

Der Tierschutzverein Thannhausen e.V. hat die Suche federführend in die Hände genommen. Mit im Team: das professionelle Hundesicherungsteam Schwerte und das „Sicherungsteam Freudenstadt“, ein Team aus Tübingen, Harald Nitz und der Schweizer Daniele Benici. 

„Wir sind dringend auf Sichtungen angewiesen“, bitten die Tierschützer „Nicht anschauen, nicht ansprechen, nicht auf ihn zugehen und sofort die Sichtung melden.“

Und zwar unverzüglich, rund um die Uhr, unter der oben angegebenen Telefonnummer – 0151 562 68 777.

Vielen Dank.

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