Am Beispiel Ostumgehung: „Den nicht mehr zeitgemäßen Flächenfraß beenden“

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Wiese mit Mohn und Kornblumen / Symbolbild, Quelle RB
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Sind umfangreiche Versiegelungen und „Flächenfraß“ in Form von neuen Umgehungsstraßen noch zeitgemäß angesichts der Klimadiskussion und der Coronakrise?

Darüber macht sich hier ein Leser und Lokalpolitiker aus Holzwickede Gedanken, der sich seit Jahrzehnten gegen die dort geplante östliche Umgehungsstraße einsetzt.

Der Leser schreibt:

„Das Thema ,Ostumgehung´ erinnert mich an viele Aktionen in der Gemeinde Holzwickede, die mir Mut machen, dass diese Straße nicht wie geplant Realität wird.

Angebliche Vorteile dieser Straße werden von Befürwortern immer wieder zitiert, als wäre die Zeit stehengeblieben. Noch im November 2013 protestierten auf Initiative einer engagierten Bürgerinitiative in Kooperation mit Bündnis90/Die Grünen Holzwickede mehr als 400
Bürger und Bürgerinnen und zahlreiche Holzwickeder Landwirte mit Traktoren und Transparenten gegen dieses Straßenprojekt.

Die Entwicklung spielt der Bewegung für den Naturerhalt deutlich in die Hände. Erstens ist das Bewusstsein gegen die geplante Versiegelung und den damit verbundenen Flächenfraß sichtbar gestiegen. Zweitens wird diese Bürgerbewegung maßgeblich durch die sich gegründete Fridays for Future Anhängerschaft qualitativ stärker als noch vor sieben Jahren.

Ich erinnere mich auch, dass selbst bei der Menschenkette gegen die L677n Teilnehmer aller
politischen Parteien und Ratsvertreter aktiv mit demonstriert haben, auch Anhänger von CDU und SPD.

Drittens sah die Finanzlage in NRW und auch in Holzwickede noch vor einem Jahr völlig anders aus als jetzt während der Coronakrise, deren Ende noch nicht absehbar ist.

Also kurz gesagt: Das gestiegene Bewusstsein für die Natur und die deutliche Finanzkrise der öffentlichen Haushalte sprechen eine deutliche Sprache zum Beenden dieser geplanten Ostumgehung.“

Hans-Ulrich Bangert (Die Grünen)

Ratsmitglied Gemeinde Holzwickede / Mitglied im Kreistag Unna

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