In Gastro und Handel: Maskenpflicht ist laut Arbeitgebern „Konsumkiller“

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Mundschutz /Foto RB
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Nach dem Vorpreschen erster Bundesländer zur Abschaffung der Maske im Einzelhandel (unser Bericht vom Sonntag) gehen jetzt auch Arbeitgeberverbände gegen eine weitere Pflicht zum Mund-/Nasenschutz in die Offensive. Der Zwang zur Maske in Gastronomie und Einzelhandel werde zum „Konsumkiller“.

Diei Kritik kommt erneut aus den nördlichen Bundesländern, wo Arbeitgebervereinigungen in der frisch wieder hochgekochten Debatte um die Maskenpflicht auf schnellste Lockerungen pochen.

Vor dem Abwürgen des Konsums sowohl im Handel als auch in der Gastronomie warnte z. B. am heutigen Montag, 6. 7., die Allgemeine Arbeitgebervereinigung Hannover und Umgebung (AGV). Sie schlug vor, die Maskenpflicht durch ein Maskengebot zu ersetzen überall dort, wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden könne.  Losgetreten hatte die neue Diskussion die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern durch die Ankündigung, sich möglicherweise schon Anfang August von der Maskenpflicht loszusagen.

Bei unserer Rundblick-Community auf Facebook wird das Thema ebenfalls sehr kontrovers diskutiert. Neben viel Zustimmung, dass der Zwang zum Mund-/Nasenschutz jedwede Lust am Einkaufen ersticke, gibt es auch Warnungen vor möglichen Lockerungen, die das Infektionsgeschehen erst wieder richtig anfachen könnten.

Für die Arbeitgebervereinigung ebenso wie für den Einzelhandelsverband ist allerdings klar, dass große Teile der gastronomischen Betriebe und des Einzelhandels ums Überleben kämpfen. „Die Pflicht zum Tragen einer Maske hält zahlreiche Kunden erwiesenermaßen davon ab, Geschäfte und Restaurants aufzusuchen“, wird der AGV-Geschäftsführer in der WELT (Onlineausgabe) zitiert.

Nordrhein-Westfalen positioniert sich in der Frage zurückhaltend, das Gesundheitsministerium will vorerst an Abstandsgebot und Maskenpflicht festhalten.

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