Mühle Bremme: Ab nächster Woche fällt der Turm – Villa für Dienstleistungen vorgesehen

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Der wuchtige Turm hinter dem Schuttgebirge steht noch. (Foto RB)
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Die Abrissarbeiten auf dem früheren Industriegelände hinter der Unnaer Post gehen unbeeindruckt von der Coronakrise stetig voran. Nachdem die Nebengebäude der Mühle Bremme in den vergangenen vier Wochen sukzessive abgetragen wurden und sich inzwischen ein meterhoher Geröllberg auf dem Platz türmt, fällt nun ab kommender Woche Stück für Stück der fast 30 Meter hohe markante Mühlenturm.

Den weiteren Zeitplan für den Abriss der Bremme und den folgenden Neubau des Einkaufs-und Erlebniscenters „Mühlencenter“ teilte Junior-Projektentwickler Ulf Silkens von der Ten Brinke Group am Donnerstagnachmittag, 16. 4.,  bei einem Pressetermin auf der Baustelle mit.

„Wir können verstehen, dass der Abriss eines Jahrzehnte alten Bauwerks bei den Bürgern der Stadt mit Emotionen einhergeht, auch mit schmerzlichen Emotionen“, versicherte Ulf Silkens. „Aller Erfahrung nach wird das jedoch vergessen sein, sobald das neue Einkaufscenter steht. Wir bauen hier etwas Tolles, das Unna sehr gut tun wird. Davon sind wir absolut überzeugt.“

Der Investor des neuen Einkaufszentrums „Mühlencenter“  nimmt auf dem viele Jahre brach liegenden Gelände 25 Millionen Euro in die Hand, um dem wuchtigen Mühlengebäue ein modernes Einkaufs- und Erlebniscenter folgen zu lassen. Noch in diesem Spätsommer / Herbst, voraussichtlich im September, sollen die Neubauarbeiten starten, bekräftigte  Projektentwickler Silkens heute bei der Baustellenführung.

Das „Mühlencenter“ soll als Ankermieter wie berichtet einen modernen Edeka im Erdgeschoss bekommen, eine Drogerie (noch unbestätigt zieht Rossmann von der Bahnhofstraße um) und im Obergeschoss ein großes Fitnesscenter (ebenfalls noch unbestätigt: angeblich McFit). Auf das Dach kommen Parkdecks (ca. 320 Parkplätze sind vorgesehen).

Die Coronakrise erschwert aktuell laut Silkens zwar langfristige Vertragsabschlüsse mit weiteren potenziellen Mietern; noch ist das fiktive Einkaufscenter nicht voll vermietet. „Das werden wir aber hinbekommen. Wir sind da bester Dinge“, gibt er der Investorenvertreter ungebrochen optimistisch.  Den Zeitplan werde man weiter einhalten können, es sei denn, durch Corona fielen plötzlich ganze Gewerke aus. „Möglich ist das, wir gehen aber erst mal nicht davon aus.“

Die denkmalgeschützte Villa, in der bis zuletzt der frühere Eigentümer der Mühle Bremme wohnte, ist nunmehr übrigens freigezogen und soll in die Neuentwicklung des Areals wie zugesichert eingebunden werden. Auch das wiederholte Ulf Silkens heute noch einmal nachdrücklich.

Der Zustand des historischen Gebäudes, das von außen ziemlich heruntergekommen wirkt, ließ jüngst immer wieder Zweifel aufkommen, ob nicht auch dieses Bauwerk am Ende den Baggerzähnen zum Opfer fallen werde.

Nein, betonte der Projektentwickler: „Wir haben die Villa bereits für Dienstleistungen umwidmen lassen.“ In dieser neuen Nutzung könne sie sowohl von Interessierten käuflich erworben oder aber gemietet werden. Denkbar wären vielfältige Nutzungen, vom Gründerbüro bis zur Anwaltskanzlei.

Die gesamte Eröffnung des neuen Einkaufs- und Erlebniscenters visiert der Investor für das zweite Quaral 2022 an.

Eindrücke von der Baustelle am 16. April 2020. Alle Fotos: Rundblick Unna

 

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